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Vita

Saskia Bladt wurde 1981 in Bensheim geboren. Von 1998 bis 2000 besuchte sie die Chetham's School of Music / Manchester und studierte anschließend Blockflöte und Komposition an der HfMDK in Frankfurt. Ihre kompositorischen Studien vertiefte sie von 2005 bis 2009 bei Isabel Mundry an der ZHdK in Zürich.

Von 2004 bis 2007 war sie Regieassistentin an der Oper Frankfurt, wo sie u.a. die Kinderoper „Die drei Rätsel" von Detlev Glanert inszenierte. 2008 / 09 komponierte sie Schauspielmusiken für „Ödipus" und „Torquato Tasso" (Regie: H. Heyme, Ludwigshafener Festspiele) und leitete szenisch die Übernahmepremiere von „Ein Maskenball" an der Nederlandse Opera Amsterdam (Produktion der Oper Frankfurt, Regie: Claus Guth).

2009 war Saskia Bladt Stipendiatin der Aribert-Reimann-Stiftung.

 

Zusammenarbeiten verbinden sie mit dem Zürcher Barockorchester (Theater Winterthur), dem Ensemble Ascolta (Maerzmusik Berlin), Ensemble Resonanz (Hamburger Ostertöne 2012), Remix Ensemble Porto, Ars Choralis Coeln (Forum Alte Musik Zürich), Zafraan Ensemble Berlin (Oper Frankfurt) und dem Ensemble El Perro Andaluz (Darmstädter Ferienkurse). Zudem bearbeitete Saskia Bladt Auszüge aus dem „Ring des Nibelungen“ für „Wagner für Kinder 2011“ bei den Bayreuther Festspielen. 2013 übernahm sie die Dramaturgie zu „Thomas“, einer neuen Oper von Georg Friedrich Haas, uraufgeführt bei den Schwetzinger Festspielen, und komponierte eine Schauspielmusik zu „GAS I und II“ von Georg Kaiser (Regie: H. Heyme; Ruhrfestspiele Recklinghausen, Badisches Staatstheater Karlsruhe Spielzeit 2013/14).

 

Seit 2009 arbeitet sie an ihrer Oper „Lilofee“, die in Fragmenten in Zürich, Basel und Luzern aufgeführt wurde. Die bisherige Arbeit an „Lilofee“ wurde mit dem Pfalzpreis für Musik 2010 ausgezeichnet.

Von 2012 - 2014 war Saskia Bladt Stipendiatin der Akademie Musiktheater heute. Mit ihrem Jahrgang erarbeitete sie die Oper „Tonguecat“, die am 25. Juli 2016 bei den Münchner Opernfestspielen uraufgeführt wurde.

 

2015 war sie Stipendiatin der Villa Massimo. Im selben Jahr wurde AKT mit Sian Edwards und dem Ensemble Modern im Auditorium im Rom uraufgeführt. Im folgenden Jahr erklangen Uraufführungen beim Heidelberger Frühling und dem Lucerne Festival. 

Seither erfolgten Uraufführungen im DLF Köln (IEMA) bei der Münchener Biennale, dem Eclat Festival (Neue Vokalsolisten u.a.) und SWR JetztMusik in Rottweil mit dem Ensemble SurPlus. 

Im Jahr 2020 war die Stipendiatin im internationalen Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg.

Saskia Bladt beschäftigt sich intensiv mit einer in der Musikgeschichte und im Heute verankerten Musik. Ihr kompositorisches Schaffen ist von dialoghaften Prozessen mit verschiedenen KünstlerInnen und ForscherInnen geprägt. Hier beschäftigen sie interdisziplinäre und gesellschaftsrelevante Themen, wie Nachhaltigkeit in Bezug auf Mensch und Umwelt. Das menschliche Miteinander, die Begegnung auf Augenhöhe, sind die Basis Ihres Schaffens. In ihrer gesamten Laufbahn sammelte sie Menschen, mit denen sie einen besonderen künstlerischen Austausch pflegt. Diese Formation findet sich inzwischen als tō, einem internationalen ko-kreativen Ensemble, zusammen. arbeitet an einer aktuellen, grenzenlosen Interpretation und Rezeption von Musik. Sieben Individualisten begegnen sich auf Augenhöhe; die, wenn sie zusammentreffen, einen genauen Plan haben, der aber ständig mit ungekannten Welten konfrontiert wird.

Seit 2009 erforscht sie gemeinsam mit der Bildenden Künstlerin Sophie von Arnim die Frage der Materialbeschaffenheit in Bezug auf Klang und Optik durch das Erschaffen von Klangobjekten, die das Klingende, Haptische und Optische verbinden, das traditionelle Instrumentarium beeinflussen und mit ihm zu einer Einheit werden.

Es wird eine Weitung des kompositorischen Verständnisses in Richtung einer neuen Asthetik angestrebt, die Komponieren als einen Prozess mit und zwischen den beteiligten Menschen, Akustik und Optik begreift. 

 

Sie lebt mit ihrer Familie in Hessen und im Wienerwald. 

 

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